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Vereinsgeschichte Im Jahre 1923 gründeten sportbegeisterte junge Männer unter dem ersten Obmann, Herrn Johann Hnilicka den Sportclub Wolkersdorf. Zu den Gründungsmitgliedern zählten u.a. der spätere Ehrenpräsident Herr Kurt Diamant, weiters die Herren Karl Hnilicka, Dr. Albert Haas, Karl Schindler, Alois Steiner, Hermann Wiener, Josef und Leopold Zezula, Karl Rabl und Ludwig Zwieauer. Der Sitz des SCW befand sich zunächst im Gasthaus Trauer und in weiterer Folge mit kurzen Unterbrechungen bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Cafe Gruber. Die ersten Wettspiele wurden auf dem noch heute so genannten "Spielplatz beim Schloss" ausgetragen und weder die etwas beengten Platzverhältnisse noch die anfänglich harte Kritik von Teilen der Bevölkerung konnten diesen Idealisten die Freude am Fußballsport nehmen. Große finanzielle Opfer der Spieler und Funktionäre sowie großzügige Spenden von Gönnern machten den Ankauf der nötigen Sportutensilien möglich. Namen wie Franz Rauch, Sigmund Justiz, Adolf Gruber usw. mögen stellvertretend für alle die vielen Mäzene des Vereines genannt werden, die durch ihre Unterstützung unseren geliebten Sportclub Wolkersdorf förderten. Allmählich durften sich die Fußballer auch des Verständnisses der ursprünglich strengen Kritiker dieser ungewöhnlichen sportlichen Betätigung erfreuen.
Namen wie Franz Rauch, Sigmund Justiz, Adolf Gruber usw. mögen stellvertretend für alle die vielen Mäzene des Vereines genannt werden, die durch ihre Unterstützung unseren geliebten Sportclub Wolkersdorf förderten. Allmählich durften sich die Fußballer auch des Verständnisses der ursprünglich strengen Kritiker dieser ungewöhnlichen sportlichen Betätigung erfreuen. Ein Grundstück wurde gepachtet und durch beispiellosen Einsatz und große Opferbereitschaft der Mitglieder und Freunde des Vereines entstand im Bereich der heutigen Waldgasse der traditionsreiche "Alte Sportplatz", der inzwischen wieder schmucken Siedlungshäusern gewichen ist. Endlich, man schrieb das Jahr 1925, war es soweit. Mit Freundschaftsspielen gegen den Donaustädter AC wurde die neue Sportanlage eröffnet. Die 1 b Mannschaft siegte 3 : 0, die Kampfmannschaft, welche 2 : 4 unterlag, spielte mit folgender Aufstellung: Im Tor Zezula, weiters Zwieauer, Dr. Haas, Diamant, Hnilicka K., Steiner, Fachlehrer Eder, Steiner A., Neuer, Schindler und Staringer. Ungezählte packende Fußballspiele sollten in der Folge auf diesem Sportplatz ausgetragen werden. Ob Sieg oder Niederlage, die Wolkersdorfer Fußballer traten unter der Führung verantwortungsbewusster Funktionäre stets als ritterliche Sportsleute auf.
An dieser Stelle sei nochmals aller gedacht, die in den ersten Jahrzehnten tatkräftig mitgeholfen haben und den Verein förderten. Ab 1925 nahm der SCW am Meisterschaftsbetrieb teil. Nach bescheidenen Anfängen gelang es der Mannschaft der Wolkersdorfer die Meisterschaft der II. Klasse Nord 1928/29 zu erringen. Nach ein paar Jahren im Unterhaus stellte sich Wolkersdorf als Meister der 1.Klasse Nord 1935/36 vor, wodurch der Verein sich die Zugehörigkeit in die NÖ-Liga erkämpft hatte. Ein Jahr spielte der SCW im Oberhaus, doch setzte er sich damals nicht durch, da sich der Verein immer nur auf seine eigenen Spieler beschränkte und der Eigenbau damals noch nicht reif genug für die oberste Spielklasse war. Trotzdem wurden Wolkersdorfs Fußballer aufgrund ihrer Erfolge weithin bekannt. Als sportliches Großereignis bleibt ein Auswahlspiel Nord gegen Süd in Erinnerung, das den Norden mit 4 : 2 siegreich sah. Der SCW nahm auch an sogenannten "gemischten Meisterschaften" mit 1 b Mannschaften von prominenten Wiener Vereinen wie Admira, FAC, Vienna, BAC, usw. teil und schlug sich überaus ehrenvoll. Aus den Reihen des Vereines gingen viele bekannte Fußballer hervor; so agierte z.B. der ehemalige Bürgermeister der Stadt Wolkersdorf, Hr. Dir. Johann Galler, als Tormann bei Rapid Wien. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges setzte für den SC Wolkersdorf ein furchtbarer Rückschlag ein. Die Spieler wurden nach und nach an die Front gerufen und viele von ihnen sollten die geliebte Heimat nicht mehr wiedersehen. An einen geregelten Meisterschaftsbetrieb war zu Kriegsende nicht mehr zu denken und so beschränkte sich das Vereinsleben auf Freundschaftsspiele, die eine neugegründete Jugendmannschaft austrug. Viele denkwürdige Siege dieser hoffnungsvollen Junioren gegen Wiener Mannschaften, in deren Reihen spätere Nationalspieler wie Ernst Stojaspal standen, machten Vereinsgeschichte. Es muß für immer unbegreiflich bleiben, daß so viele dieser jungen Männer schließlich im Krieg ihr blühendes Leben lassen mußten. In den Endphasen des Krieges kam auch das Vereinsleben zum Erliegen. Der Großteil der noch lebenden Spieler und Funktionäre befand sich fern der Heimat. Bälle und Sportbekleidung waren Mangelware. Die Wolkersdorfer Fußballer ließen sich jedoch nicht unterkriegen.
Einer gab den Lebenswillen und die Begeisterung für den Sport an den anderen weiter und so kam es im Frühsommer 1946 im Cafe Wizlsperger unter dem Vorsitz des späteren Ehrenobmannes, Herrn Josef Zezula, zu jener denkwürdigen Versammlung, welche die Wiederaufnahme des Spielbetriebes beschloß. Unter großen Opfern wurde die stark in Mitleidenschaft gezogene Sportanlage wieder instandgesetzt, Dressen und Bälle angeschafft und plötzlich war der Sportclub Wolkersdorf wieder da. Das Leben mußte auch im Sport weitergehen, die riesigen Lücken, die der Krieg gerissen hatte, mußten von Nachwuchsspielern, aber auch von manchen ehemaligen Aktiven, die sich in selbstloser Vereinstreue in diesen schweren Zeiten zur Verfügung stellten, ausgefüllt werden. Der Niederösterreichische Fußballverband organisierte wieder den Meisterschaftsbetrieb und allmählich traten zumindest auf den Sportplätzen wieder "Friedensverhältnisse" ein. Der spätere Obmann des Vereines, Herr Johann Dostal, war es, der sich im Jahre 1947 neben seiner Eigenschaft als aktiver Spieler dem Verein als Jugendleiter zur Verfügung stellte und so den Grundstein zu der erfolgreichen Jugendarbeit beim SC Wolkersdorf legte.
Die Kampfmannschaft schlug sich in der Meisterschaft zunächst mit wechselndem Erfolg, bis es im Spieljahr 1954/55 gelang, ungeschlagen und mit einem Vorsprung von 10 Punkten Meister der 1. Klasse Nordost zu werden. In der Saison 1959/60 konnte der Meistertitel der Gruppe Nord-Mitte errungen werden. Einen schönen Erfolg brachte auch das Spieljahr 1961/62, als man hinter dem Ex-Regional bzw. Ex-Landesligaverein SC Marchegg wohl mit einem Respektabstand, aber auch mit deutlichen Vorsprung vor dem Tabellendritten Deutsch-Wagram den sensationellen 2. Platz in der Meisterschaft der II. Liga Nord erreichte. Den Überlieferungen zufolge zählte diese Mannschaft zu den stärksten des nördlichen Niederösterreichs. Weitere sportliche Höhepunkte brachte in den Jahren 1957 - 1962 jeweils das Gastspiel des seinerzeitigen Staats- bzw. Nationalligaklubs WAC zu Beginn der Herbstsaison. Die Austragung dieser Spiele ermöglichte der damalige Vorsitzende dieses prominenten Wiener Vereins, Herr Kommerzialrat Ing. Sepp Haas, welcher ein gebürtiger Wolkersdorfer war.
Einen Meilenstein in der Geschichte des Vereins und einen sichtbaren Ausdruck der positiven Vereinsarbeit stellte der Neubau der Sportanlage in der Johann Degen-Gasse dar. Unter Leitung des damaligen Obmannes, Herrn Baumeister Hans Lahofer, schufen Funktionäre, Spieler und Freunde des SC Wolkersdorf eine Sportanlage, die zu den schönsten unserer Heimat zählte. Die offizielle Eröffnung erfolgte im Herbst 1953 mit dem Meisterschaftsspiel gegen ATSV Ulrichskirchen, das die neuen Hausherren 1 : 0 gewannen. Der nächste Meistertitel wurde im Spieljahr 1964/65 in der 1. Klasse Nord errungen. Anfang der siebziger Jahre kam es zu einer sportlichen Talfahrt, ehe man sich im Spieljahr 1975/76 den Meistertitel in der 2. Klasse Nord-Mitte erkämpfen konnte. Zwei Jahre später, in der Saison 1977/78 hieß der Meister der 1. Klasse Nord erneut SC Wolkersdorf und der Verein konnte sich mit diesem Titel eine achtjährige Zugehörigkeit in der Unterliga Nord-Nordwest sichern, welche mit dem Gewinn der Meisterschaft in der Saison 1985/86 in eben dieser Unterliga gipfelte. Auch baulich tat sich einiges. So wurde 1982/83 eine Renovierung der Umkleidekabinen sowie des gesamten Clubheimes durchgeführt, die Kantine und Sanitäranlagen für die Zuschauer wurden neu errichtet. 1986 erfolgte eine Generalsanierung des Hauptspielfeldes und ein Jahr später stattete die Union Wolkersdorf die Sportanlage mit einer 100 Meter Laufbahn aus Tartanbelag aus. Im gleichen Jahr begann man mit dem Bau einer neuen Flutlichtanlage.
Das anschließende vierjährige Gastspiel in der Oberliga Ost kann sicherlich zu einen weiteren sportlichen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte gezählt werden. Der bislang letzte Meistertitel konnte 1993/94 in der 1. Klasse Nord gefeiert werden. Dieser Titel berechtigte den SCW auch zur Teilnahme am NÖ-Cup 1994/95, bei dem man wie folgt abschnitt: 1. Runde: Wolkersdorf - Auersthal 3 : 2; 2. Runde: Hadres Markersdorf - Wolkersdorf 2 : 3; 3. Runde: Wolkersdorf - Hundsheim 2 : 1 n. V.; Halbfinale: St. Martin - Wolkersdorf 4 : 3. Viele sehr gute Fußballer und aufopferungsvolle Funktionäre standen zu allen Zeiten in den Reihen des SC Wolkersdorf, welche dem Verein zu sportlichen Ruhm und Ehre verholfen haben und zu bleibenden Vorbildern für unsere sportbetreibende Jugend geworden sind. Die Nachwuchspflege war und ist dem Vereinsvorstand stets ein großes Anliegen, so daß bei altersbedingtem Ausscheiden von Spielern jeweils junge Talente nachrücken können. In diesem Sinne "Auf ihr Wolkersdorfer, steht zu Eurem Wort, haltet Euren Klub in Ehren, daß er blühe fort !"
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